Einige Hersteller, allen voran BMW, werben mit der Bremsenergierückgewinnung als spritsparendes Feature.
Ich frage mich: Fahren denn nicht ALLE Autos seit Ewigkeiten mit Bremsenergierückgewinnung? Ich jedenfalls kenne kein Auto, dessen Generator beim Bremsen die Batterie nicht auflädt. Kinetische Energie wird also in elektrische Energie umgewandelt. Wohlgemerkt - dies geschieht während der gesamten Fahrt, also auch beim Bremsen.
Nun geht BMW mit seinem System einen Schritt weiter und koppelt den Generator vom Motor ab, sobald Leistung benötigt wird. So werden Reibungsverluste verhindert und der Motor wird vom Widerstand der zu ladenden Batterie entlastet. Eine wirklich clevere Idee, deren technischer Aufwand im Verhältnis zum Gewinn vermutlich recht bescheiden ist. Man fragt sich, weshalb die Hersteller nicht schon früher darauf kamen.
Nun aber eine solche Einrichtung als Bremsenergierückgewinnung zu bezeichnen, ist in meinen Augen nicht korrekt. Vielmehr müsste es doch etwa "Energieverlustminderer" oder so ähnlich heissen... jedenfalls würde das den Kern der Sache eher treffen. Marketing-technisch passt Bremsenergierückgewinnung natürlich viel besser in unsere Zeit. Und die Leute können sich darunter etwas vorstellen, auch wenn der Name irreführend ist. Aber eine Fachzeitschrift wie ams müsste doch den Sachverhalt korrekt wiedergeben.
Vielleicht liege ich aber komplett falsch und es klärt mich hier jemand über die Funktionsweise der Bremsenergierückgewinnung auf?
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